The Dillinger Escape Plan

Gestern war laut Kerrang! „The Best Live Band on the Planet“ zu Gast in Berlin und ich war schon seit Wochen heiß diesem Weltuntergang beizuwohnen. Und Ich wurde nicht enttäuscht.

Der stolze Preis von knapp 21€ für die Karte, und das nur für eine Band, scheint kaum jemanden abgeschreckt zu haben, denn der Magnet war gefüllt bis oben hin. Das letzter Konzert der Chaosgötter liegt auch schon einige Zeit zurück und so wollte jeder einmal weggeblasen werden von dem Sound.
Die Math-Chaos-was-auch-immer-Core Band wusste das und sie ließen sich nicht lange bitten den Club förmlich zu zerlegen und das ab der ersten Sekunde an. Schon nach den ersten Takten strahlten die Jungs eine unglaubliche Energie und das und steckten damit das Publikum an, das sie schon vor dem ersten Ton auf ihrer Seite hatten. Der Sänger schrie sich förmlich die Seele aus dem Leib und ich rechnete jeden Moment damit, dass seine Muskeln das Shirt zum zersprengen bringen. Doch das Muskelpaket kann nicht nur brüllen wie ein Stier, nein, er kann auch singen. Da hat jemand seine Stimme perfekt unter Kontrolle. Es folgten unendliche viele Taktwechsel, Dissonanzen wo das Ohr hinhörte gemixt mit einfühlsame Jazzparts und purem Chaos. Die Abwechslung kannte keine Grenzen und das machte das Konzert zu keiner Sekunde langweilig. Nach geschlagenen 1 1/2 Stunden, was für eine Hartdcoretruppe schon recht ansehnlich ist, verschwanden sie von der Bühne und hatten einen Berg aus Schutt und Asche zurückgelassen.

Eine unglaubliche Live Band, den dieser geplante Chaos ist einfach unfassbar und lässt einem mit offenen Mund zurück. Bis zum nächsten Mal Jungs.

Guten Tag. Ich heiße Marvin

An manchen Tagen, da spiele ich diese Rolle perfekt und jeder möchte eine Autogrammkarte von mir besitzen. Marvin. Der Poet.

Gimme Electro

Am Freitag war es mal wieder soweit. Berlin Night Crew Part IV (Zwei Freunde und ich. Zum vierten Mal unterwegs.) war auf Tour und diesmal hatten wir uns den Magnet ausgesucht, den wir mit unserer Anwesenheit beehren wollten. Dort war zum neunten Mal Schweden! Schweden! Party angesagt und nachdem wir beim ersten Mal vor circa 2 Jahren super Erfahrung gemacht hatten entschieden wir uns dieses Mal dem Bang Bang Club den Rücken zu kehren und dem Elektro in die Augen zu sehen.

Das obligatorische Vortrinken fand wie immer in der Wohnung statt und leider hatte ich wohl einen Schluck von meiner Vodka Feige zuviel inhaliert, denn schon bevor ich in die Reichweite des Clubs kam wollte ich eigentlich schon wieder ins Bett. Aber nichts da. Jacke an, Grinsen aufgesetzt und los gings. In der Greifswalder Straße angekommen stellte sich auch bei mir so langsam Partystimmung ein und ich konnte das innerliche hibbeln spüren endlich dröhnende Beats im Ohr haben zu wollen. Die Schweden in der Tram taten ihr übriges um mich für den Abend einzustimmen.

Doch kaum drin im Magneten stellte ich ernüchtert fest, dass von DJs weit und breit nichts zu sehen war, denn an Stelle der Headphones hinter den Turntables saß ein Lockenkopf mit seiner Gitarre auf der Bühne und schmachtet seine Songs ins Mikro. Inklusive schmachtenden Mädchen vor der Bühne. Ich stellte mir unweigerlich die Frage, ob man den Herren kennen muss. Musste man anscheinend, denn viele der weiblichen Fans ließen sich mit ihm fotografieren. Ich beschloss trotzdem mich nicht weiter über ihn zu informieren.
Also auf zur Bar. Bei der zierlichen Dame mit dem Septum ein Bier geordert und damit den Jägermeister runtergespült. Ich war bereit. Nach mehreren Runden durch den Magneten festgestellt, dass sich an diesem Abend unglaublich viele Mädels im Club befanden. Und viele Schweden. Danke Lockenkopf.

Nachdem wir circa bis um 1 Uhr auf heißen Kohlen saßen und mehr oder weniger motiviert unsere Hüften zu Britpopindiealterntive schwungen, was wir ja eigentlich in dieser Nacht nicht schon wieder wollten, durften wir danach umso mehr in der Nacht und den Beats versinken. Die DJs gaben alles und da war es wieder, dass Gefühl alles zu vergessen. Sich gehen zu lassen.

Der Alkohol floss durch meine Adern und ich ernährte mich wieder einmal nur von Club Mate. Ich wusste, noch etwas alkoholisches und der Abend ist für mich gelaufen. Ich wollte nicht als vollgepisste Schnapsleiche enden und so schüttete ich Massen von Koffein in mich hinein und erst als sich der Club so langsam wieder leerte wusste ich, dass es Zeit war, den Heimweg anzutreten und meinen Koffein-Alkohol-Electro-Rausch zu beenden. Ich zählte 8 Club Mate. Wieviel Geld ich ausgegeben habe hatte ich längst verdrängt. Ich visierte die Gardrobe an.

Also wieder raus in die Kälte. Es schneite. Die Schneeflocken schmolzen sofort auf meinem Gesicht. Mir war warm. Wir zogen die Kapuzen tiefer. Erstmal eine Zigarette. Da stelle ich fest, dass sich von den 17 Luckys nicht mehr viele in der Packung befanden. Habe das nicht rauchen in der Woche also nachgeholt. Konnte mich trotzdem nicht erinnern die Packung sooft in der Hand gehabt zu haben. Ich zog zitternd an Lucky Number twelve. Die Lunge hustete. Wir machten uns mit lautem Gesprächen über Frauen, Alkohol, Elektro und einem 30 jährigen Herren mit einer Armeemütze, der uns noch in einen anderen Club abschleppen wollte, auf den Weg nach Hause.

Die Müdigkeit hatte mich gepackt und ich viel totmüde ins Bett. Ein letzer Blick. 5:20 Uhr. Mit einem piepen im Ohr, von der Musik und von Menschen die einen ins Ohr gebrüllt haben, schlief ich ein.

Am nächsten Morgen hatte ich neben dem Geschmack von Zigaretten, Alkohol und irgendwas undefinierbarem das verlangen nach Musik. Nach solcher Musik

The Catcher in the Rye

«When I really worry about something, I don’t just fool around. I even have to go to the bathroom when I worry about something. Only, I don’t go. I’m too worried to go. I don’t want to interrupt my worrying to go.»

Ein gute Reise J.D. Salinger (1. Januar 1919 – 27. Januar 2010)

Das (halb)Wunder von San Francisco

Und ja, ich muss auch ein paar Worte zu dem neuen Wunderprodukt vom angebissenen Apfel loswerden, aber ich gehe jetzt hier nicht auf ganz spezielle technische Themen ein wie welcher Prozessor eingebaut wurde oder solch Nerdkram. Ich möchte einfach die Frage beantworten: Brauch man das?

Das war sie also, die Apple Keynote, die das Internet zum explodieren bringen sollte und auf die alle Apfelfanatiker schon seit Monaten warteten. Der Messias Steve Jobs (der übrigens auch nur einen Pulli und eine Hose zu besitzen scheint) hatte gesprochen und trotzdem: Nichts von alledem passierte. Nichts, denn es wurde präsentiert, was schon vor ein paar Tagen bekannt war und ich konnte das Raunen, dass durch die Hallen im fernen San Francisco ging bis in mein kleines Kabuff hören. Apple stellte seinen Jüngern einen XXL iPod für Senioren vor und ich habe mich wirklich mit einer Lupe rangesetzt und gesucht, aber die von Apple angepriesene Revolution muss wohl hinter dem Multitouchultrasensitivedisplay verschwunden sein. Sicherlich sieht das Ding wieder unglaublich gut aus, aber mal ehrlich: Wer würde denn in der S-Bahn sein iPad (so heißt es, was aber eher nach einer neuen OB Sorte klingt) aus dem Rucksack/Tasche rausholen, um mal schnell Mails zu checken? Erstens geht das mit dem iPhone viel schneller, weil ich es einfach blitzschnell aus der Hosentasche hole und zweitens kann nicht das halbe Abteil mitlesen, dass deine Sasha Grey DVD Collection jetzt auf den Weg zu dir ist. Und wenn ich dann zu Hause angekommen bin habe ich mein MacBook. Einsatzgebiet des iPad? Gute Frage. Als Zeitung. Klar. Als Buchersatz. Sicherlich. Kurz gesagt als eReader. ABER:

Meiner Meinung nach kann man sich auch das günstigste Macbook holen, gibt dann zwar etwas mehr als für das iPad aus, hat aber dann einen vollwertigen Rechner, der mindestens genauso unhandlich ist wie das Wunderstück.

Und dazu kommt noch, dass mich das hier immer an einen Monster-iPod mit Tastaur erinnert. “Schatz? Hast du meinen iPod gesehen?” “Steht doch auf dem Tisch!”
Tut mir Leid, aber das sieht unfreiwillig komisch aus.

Aber hier spricht ein Webjunkie. Ein Halb-Nerd. Das iPad bleibt ein XXL iPod ich denke mit dieser Strategie wird Apple Erfolg haben. Für alle, die keinen vollwertigen Computer brauchen. Für alle, die einfach ein simples, schickes Teil haben wollen um ins Internet zu kommen, Bilder anzusehen oder Videos zu schauen ohne viel Maus, Tastatur, Kabelsalate oder andere Computertypische Probleme. Für sie ist das iPad sicherlich das Gerät schlechthin. Oder für die anspruchsvollen eReader.

Für mich jedoch ist es überflüssig. Punkt.

Das Lied zum Sonntag

Ich habe schon eingesehen, dass ein Battlestar Galactica Bild nicht gerade ein Besuchermagnet ist und deswegen beglücke ich euch heute mit dem Lied zum Sonntag. Nicht unbedingt eins der besinnlichen Sorte, aber wer sagt denn, dass man Sonntags immer nur lethargisch im Bett liegen muss?Lasst Captain Planet zu Wort kommen.

Leiten sie einen Hyperraumsprung ein

Nachdem mich die Waltons dazu inspiriert hatten, mich mit einer Science Fiction Serie auseinanderzusetzen, habe ich mich auf den Weg durch das weite Internet gemacht um eine passende Serie für mich zu finden. Nicht ganz so trashig sollte sie sein und vorallem mich an den Fernseher fesseln. Meine ersten Wege führten mich zu Star Trek, jedoch wusste ich, dass mein effekteverwöhntes Auge das nicht lange mitmachen würde. Battlestar Galactica hieß die Antwort auf meine Suche.

(via)

Bei Battlestar Galactica handelt es sich um eine Neuauflage des Science-Fiction-Klassikers Kampfstern Galactica von 1978. Also im Grunde ein alter Klassiker, der mit einem größeren Schwerpunkt auf die Charaktere und relativ zeitgemäßen Effekten aufwarten kann. Perfekt, dachte ich mir. Ich habe mich also in den Wikipedia Artikel vertieft, um nicht ganz ohne Vorbereitung in die Serie zu stürzern, und dann konnte es auch schon losgehen.

Mit diesem geballten Wissen über Zylone, Kolonien, Kobol, Final Five und den Aufbau von Kampfsternen schmiss ich mich also aufs Bett, öffnete eine Tüte Chips, ein Bier und hoffte, dass der 180 Minuten Pilotschinken die Fragezeichen aus meinem Kopf tilgen könne.

Dann die erste Überraschung: Wo sind denn die 94 verschiedenen Rassen, die man doch immer vom Klischee her von solch einer Science Fiction Serie erwartet? Scheinen wohl in diesem Universum keinen Platz mehr gefunden zu haben und haben sich in Star Wars verkrümelt. Doch diese herbe Enttäuschung wich schnell den großen Augen, denn der Platz der “Anderen” wird ganz wunderbar von den Zylonen ausgefüllt. Besonders von Ihr.

(via)

Schon hatte ich die 94 anderen Rassen vergessen und lies meinen Plan, Wörterbücher zu schreiben, fallen. Wenn das Böse so aussieht, dann wechsel ich auf die dunkle Seite der Macht. Aber nee, das war ja was anderes.
Zylone sind im eigentlichen Sinne Roboter, jedoch haben die neusten Modelle nicht nur ein (verdammt hübsches) menschliches Aussehen spendiert bekommen, sondern sind ihnen auch zum verwechseln ähnlich. Sie hatten sich gegen ihre Erbauer gestellt und führten einen jahrelangen Krieg gegen die Menschen. Warum ist egal. Es ist einfach so. Die Galactica ist dabei ein Kampfstern, der in diesem Krieg tapfer gekämpft hat und nun auf ihre alten Tage still gelegt werden soll. Doch da passiert es. Die Zylonen führen einen erneuten atomaren Schlag gegen die Menschen aus, bei welchem die 12 Kolonien von Kobol zerstört werden. Der Lebensraum der Menschen. Und die wichtigen Information, um diesen vernichtenden Schlag auszuführen, besorgte natürlich der blonde menschliche Roboterengel.

Es herrscht also erneut Krieg im Universum und die Galactica wird aus dem Ruhestand zurückgeholt um die Zylonen zu bekämpfen und die Überlebenden der 12 Kolonien zu retten. Jedoch sehen sie schnell ein, dass der Krieg gegen das Pack nicht mehr gewonnen werden kann und sie beschließen, vor ihnen in ein anderes Sonnensystem zu flüchten und ein neues Leben auf einem sagenumwobenen 13. Planeten von Kobol zu beginnen. Der Erde. Keiner weiß ob sie existiert. Keiner weiß wo genau sie liegt. Bis dahin hatte ich mir nie die Frage gestellt, was eigentlich mit der Erde geschehen ist, denn ich ging immer davon aus, dass in diesen Science Fiction Serien alle von der Erde geflüchtet sind aufgrund von Not, Hunger, Krieg, Seuchen oder irgendwelchen anderen Katastrophen um sich dann neue Planeten zu suchen, auf denen sie wieder das gleiche anrichten können. Wie in diesem Fall die 12 Kolonien . Aber nein. Nicht bei Battlestar Galactica.

Als der Abspann über meinen Fernseher rollte hatte ich die Chipstüte alle und das 3. Bier angefangen, denn der Pilot zur Serie hatte es geschafft mich über die volle Spielzeit zu unterhalten und nervös immer wieder in die Chipstüte greifen zu lassen und den trockenen Gaumen immer wieder anzufeuchten. Sicherlich, die Effekte sind nach heutigem Verständnis billig, was man aber nach spätestens 90 Minuten vergessen hat und sie dann ihren ganz eigenen trashigen Charme entwickeln. Der ein ohne andere Charakter ist mir noch ein wenig zu einseitig, aber wenn ich den Kritiken glauben schenken darf, dann entwickelt sich eine komplexen Geschichte, die vorallem auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und den Platz jedes einzelnen in der Gesellschaft eingeht. More Drama than Sciene Fiction.

Für mich ist nach dieser Erfahrung klar: Ich werde dran bleiben. Ist die Erde nur eine Sage oder exisitiert sie wirklich? Werden die Zylonen die Menschen finden und sie vernichten? Ist die Galactica der einzig überlebende Kampfstern oder existieren noch weitere mit Überlebenden der menschlichen Rasse? Ich öffne die nächste Chipstüte.

Filmfragen

(via eayz)

Auch wenn ich das Stöckchen nicht direkt zugeworfen bekommen habe, so nehme ich es dochmal auf und spiele eine Runde damit.

01. Ein Film, den du schon mehr als zehn mal gesehen hast?

Das ist wohl ganz eindeutig Fight Club. Hier kommt alles zusammen was ich an Filmen so liebe. Stil, Kameraarbeit, Story und ein Quäntchen Philosophie. Das zusammen ergibt dieses große Meisterwerk von David Fincher mit einer der besten Rollen von Brad Pitt.

02. Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast?

Eigentlich gucke ich Filme nicht mehr als einmal im Kino. Wieso auch? Nochmal 9€ hinzulegen für einen Film, den man schon kennt, ist doch nicht die beste Strategie. Aber meist ist das dann so: “Hey wollen wir ins Kino zu dem und dem film gehen?”
“Den kenn ich schon”
“Aber x und y und z kommen mit”
“Überredet”
Der letzte, den ich öfter als einmal gesehen habe war wohl Transformers 2.

03. Ein Schauspieler, wegen dem du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen?

Edward Norton. Ich mag wie er spielt und seine Synchronstimme ist auch eine klasse für sich. Er gibt jeder Rolle einen ganz besonderen Touch und das ich Edward Norton nur wegen Fight Club so gut finde, bestreite ich jetzt wehement. Aber ich muss zu meiner Verteidigung sagen, dass es viele gute Schauspieler gibt, bei denen ich geneigt wäre, einen Film zu sehen.

04. Ein Schauspieler, wegen dem du eher geneigt wärst, einen nicht Film zu sehen?

Nicolas Cage. Ich mag diesen Typen einfach nicht. Er ist solch ein Unsympath und er sieht immer so gelangweilt aus in allen Rollen. Aber für Bad Lieutenant muss ich wohl mal ein Auge zudrücken. Oder zwei.

05. Ein Film, den du immer schon sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist?

I am Legend. Blockbuster ja, aber ich hab den noch nie gesehen.

06. Ein Film, den du lieber niemals gesehen hättest?

Gonger. Solch einen Drecksfilm kann man gar nicht ernst meinen. Entweder haben die Produzenten, Drehbuchschreiber, Schauspieler und alle, die an diesem Machtwerk mitgewirkt haben keinen Sinn für Kunst, oder das ist wirklich eine Parodie auf The Ring.

07. Ein Film, den du extrem lustig findest?

Grandmas Boy hat mich als letzes richtig herzhaft zum lachen gebracht. Ja, manchmal schaffen es sogar flache Gags, dass ich mich am Bier verschlucke und das halbe Zimmer mit meinem Hustenanfall einsaue. So geschehen. Kein Witz.

08. Ein Film, der dich zum weinen gebracht hat?

Immer wenn ich an Filme denke, die mich zum heulen gebracht haben wir ein kleines Mädchen schießt mir Green Mile in den Kopf. Aber da das wohl die leichteste Antwort von allen ist, krame ich weiter in meinem Kopf, mache die Kisten der Peinlichkeiten auf und finde: Big Fish. Ducke mich.

09. Ein deutscher Film, den jeder gesehen haben sollte?

Da gibt es so einige, aber da man sich auf einen festlegen soll nennen ich hier mal “Lammbock” mit den großartigen Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz als sympathisches Kifferduo.

10. Dein Lieblingsgenre?

Gibt es nicht. Ich gucke einfach das, was mich interessiert, jedoch sehe ich schon einen Hang zu Dramen aller Arten. Aber auch gegen einen guten Actionkracher oder eine herzhafte Komödie habe ich nie etwas einzuwenden.

11. Ein Kurzfilm, der dich begeistert hat?

Ich muss zugeben, ich kenne nicht sehr viele Kurzfilme, weil mich diese Art der Filme nicht wirklich interessiert, aber nach der Suche in meinem Blog lief mir wieder Marin über den Weg. Und ich wusste gleich, warum ich den mal gebloggt hatte. Großartig!

Ich. Der Nerd.

“Weitere Varianten spielen direkt darauf an, dass ein Interesse für Anime, Science-Fiction und/oder Fantasy besonders stark unter Nerds verbreitet ist.”

Erst Wikipedia öfnete mir die Augen, was in meinem Nerdtum noch fehlt, um perfekt in die Randgruppe der “besonders in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen” integriert zu werden. Neben diesem ganzen Web 2.0 Ding versteht sich. Science Fiction. Ich hatte mit Science Fiction nie viel am Hut. Irgendwie verstand ich nie, was man an Raumschiffen, Laserwaffen bzw. Schwertern, grünen Rassen von fernen Planeten, die eine eigene Sprache sprechen, die keiner versteht oder irgendwelchen Löchern in andere Dimension so toll finden kann und ganze Wikis darüber erstellt. Bis heute. Und es gibt genau einen Auslöser, der mich konvertieren ließ: Die Waltons. Ja, die Waltons. Ich werde seit kurzer Zeit in der Weltrettungsstelle dazu gezwungen, mir diesen Klassiker der amerikanischen Seriengeschichte zu Gemüte zu führen, der vor Patriotismus und heiler Familienwelt nur so suppt. Und da passierte das unfassbare. Da war er. Jung, knackig, drahtig und kein einziges Haar im Gesicht: Jonathan Frakes. Die ganzen Nicht-Trekkis (Ja, den Begriff kenne ich) werden den, nicht mehr ganz so jungen, Herren sicher aus der “Doku” X-Factor: Das Unfassbare ( deswegen auch das Adjektiv “unfassbar” im Satz davor. Ich Luchs) kennen, wo er ganz besonders mystische Fälle, die auf jeden Fall so passiert sind, vorstellte und sich immer mit den sehr markanten Worten “Und bis zum nächsten Mal. Ihr Jontahan Frakes” verabschiedete. Dieser junge Hüpfer da spielte aber auch als Commander William T. Riker in Star Trek mit (Danke, Wikipedia) und genau dieses Bild schwebte mir die ganze Zeit im Kopf herum. Fragt mich nicht warum, ich habe bis zum heutigen Tag nicht eine Millisekunde der Serie Star Trek gesehen.

Und da war es um mich geschehen. Warum hab ich eigentlich noch nie eine Science Fiction Serie angefangen? Diese Frage führte mich wieder zum Anfang dieses Artikels zurück, aber diese Ausreden galten nun nicht mehr. Ich wollte eine Science Fiction Serie sehen. Abtauchen in ein Universum weit weg von unser Welt und Zeit, in Foren lesen und mich mit anderen Sternenkriegern austauschen, Biographien der Charaktere erstellen, lesen und studieren, Verbindungen zwischen ihnen herstellen und Verschwörungen aufdecken, die Sprache der verschiedenen Rassen lernen und die Serie voll und ganz inhalieren. Wie das Nerds halt so machen. Nagut. Dieses Gefühl hatte ich ganze 3 Minuten lang. Ansehen würde mir zumindest schonmal reichen, dachte ich. Aber welche denn nun eigentlich?

Es gibt so viele verschiedene Universen da draußen, dass die Entscheidung gar nicht so leicht ist wie gedacht. Battlestar Galactica, Andromeda, Firefly, Stargate mit seinen Ablegern, Babylon 5 und natürlich gefühlte 5000 Star Trek Episoden.

Ich weiß es nicht. Auf den ersten Blick klingen alle Serien gleich. Sie spielen alle in irgendeinem Universum auf irgendeinem Planeten/ Raumschiff/ Sonstewas.

Welcher Serie werde ich eine Chance geben mein Herz zu erobern und mich in einen Voll-Nerd zu verwandeln, der Wörterbücher für die 94 Rassen erstellt?

Lasst mich denken.

Fortsetzung folgt!

Irgendwann einmal.

(via)

Irgendwann bin ich die kleine Wolke, die den Regenbogen runterrutscht und dabei so debil grinst.

Pfii Pfii Pfii

Ja. ich mag Winter. Ich mag es wenn es so kalt ist, dass einem die Nasenflügel beim einatmen für eine hunderstel Sekunde an der Nasenscheidewand festfrieren. Zumindest fühlt es sich so an. Ich mag es, wenn einem die Hände abfrieren, weil man gerade den geschätzt 400. Schneeball geworfen hat. Ja, dass sind die schönen Dinge an dieser weißen Jahreszeit. Aber meine Liebe hat auch Grenzen und dieser Winter hat sich vorgenommen, die zu überschreiten. Mit einem dicken Grinsen auf den Wangen.

Es fängt doch schon am Morgen an. Wenn ich mich auf meinen Drahtesel schwinge um meiner Tätigkeit als Retter der Welt nachzugehen höre ich auf dem Weg durch die ( gewollt aber nicht gekonnt aufgrund von Salzmangel/ Faulheit) Schnee befreiten Straßen nichts ( schlafen ja auch noch alle) außer ein unangenehmes Pfii Pfii Pfii Pfii Pfii. Um dieses Geräusch für euch hörbar zu machen nehmt euch ein Fahrrad etwas älterer Bauart und gebt dem ganzen 2.56 g Schnee hinzu. Schon habt ihr ein schreiendes Dynamo das alles kann, außer Licht produzieren. Was ist denn das für eine Ausrede, wenn die werten Freunde und Helfer mich mal wieder anhalten, weil ich ohne Licht unterwegs bin? “Ja also Herr Oberwachtmeister. Ich hab ja Licht, aber das Dynamo ist eingeschneit” Ich sehe die abwertenden Blicke vor meinem inneren Auge.

Außerdem hat sich, seit dem Wintereinfall, auch meine Zeit um zur Weltrettungsstelle zu kommen verdoppelt. Gefühlt. Man kann jetzt nicht mehr die ganzen Abkürzungen nehmen, durch die man sich den ganzen Ordnungsbürgern überlegen fühlte, mindestens 20 Minuten sparte und sich dabei noch so verdammt rebellisch vorkam, wenn man nicht unbedingt gewillt ist, als Schneemann mit gebrochener Möhrrübennase zu enden. Mann kann nicht. Ich muss aber, denn da ich generell jeden einzelnen Morgen viel zu spät loskomme, muss ich dieses Risiko eingehen. Ich Rambo ich. Also kämpfe ich jeden Tag mit wegrutschenden Reifen und Schneemassen, die einen an vorwärtskommen hindern. Wenn man aber ganz genau auf den Boden vor sich schaut, erkennt man die schwierigen Passagen, die sich unter dem ganzen Schnee befinden ( Eis, Schneehaufen, Wurzel, Menschen) und kann so geschickt ausweichen, denn meist endet die Radspur eines anderen Todesmüden aprupt in einem großen Schneengel voller roter Punkte. Ein schöner Anblick und der richtige Augenblick, um den Lenker rumzureißen und auszuweichen.

Und sogar das gelingt mir in diesem Winter nicht immer zu hundert Prozent, denn manchmal lässt mich entweder mein Fahrrad im Stich indem der Lenkeraufsatz seinen eigenen Weg geht oder mein Hirn, dass sich noch zwischen zwei Kissen kuschelt. Und so konnte ich schon dreimal den Schnee von ganze nah betrachten. Ungewollt.

Dieser Winter stellt mich auf die Probe. Ich nehme die Herausforderung an. Bis morgen früh. Du Sack.

Sex?

(via)

Diese kleine Zeichnung hat mir wohl den Lacher der Woche gebracht. Verpackt in einer Packung Taschentücher. Für die Tränen. Versteht sich.

Kennt ihr das?

Kennt ihr das, wenn ihr nachts aufwacht und das Gefühl habt, das Leben irgendwie festhalten zu wollen? In Buchstaben. Einfach um sich später einmal daran zu erinnern. Oder um Dinge einfach Revue passieren zu lassen. Nein? Ich ja. Und mit diesen Worten begrüße ich euch zum neuen On Realitys Edge.

Ich habe lange überlegt wie ich das mache. Starte ich einen neuen Blog? Mache ich einfach so weiter wie zuvor? Und da kam der kleine Mann in meinem Kopf aus den Federn und schrie mich an, dass ich doch endlich meinen Arsch bewegen solle. Da fiel es mir wie Popel aus der Nase: So, wie ORE bisher war, geht es nicht weiter. Ich bin es leid Dinge, die schon auf 100 anderen Blogs verewigt wurden, nocheinmal zu wiederholen. Ich möchte anders sein. Persönlicher. Befreiter vom Themenzwang.

Ich habe oft versucht ein Tagebuch zu führen um Erlebnisse, Gedanken oder Ereignisse festzuhalten. Doch das hat nie funktioniert, da mir das mit der Hand einfach zu langsam geht wohingegen meine Gedanken schon vom nächsten Rastplatz winken. Das führt dazu, dass daraus kein Text sondern ein modernes Kunstwerk wird, was später selbst dem Künstler ein Fragezeichen über den Kopf zaubert.

Und was wäre unsere schöne und nicht mehr ganz so neue digitale Welt, wenn es nicht genau für solche elementaren Probleme ein Lösung gäbe. Das hier. Ihr schaut gerade drauf.

Jetzt fragt ihr euch vielleicht, warum ich nicht einfach einen neuen Blog gestartet habe, wenn ich so radikal das Thema ändere. Ich möchte euch nicht dumm sterben lassen, deswegen verrate ich es auch. Der Name ist immernoch Programm, denn ich lebe auf der Kante der Realität. Zwischen der Virtualität und der Realität liegt dieser Blog, der beides zusammenführt. Die Realität digitalisiert. Das die inzwischen einpendelten Besucher auch ein Grund waren verrate ich auch jetzt aber nicht.

Was heißt das jetzt? Ersteinmal eine kleine Evolution, was schon durch das neue Design verdeutlicht wird. Des Weiteren wird auch die “Der Schreiber” Sektion erweitert und aus den Phrasen entstehen ganze Sätze. Evolution. Langsam. Aber sicher.

Ab sofort dürft ihr also an meinem Leben teilnehmen. Soweit ich euch das gewähre. Mama hat zwar immer gesagt, man soll ganz doll vorsichtig sein in diesem bösen Internet, aber Mama mag auch Linseneintopf. Und so wird das hier ab sofort meine ganz persönliche Spielwiese. Ich. Du. Und das Internet.

Also, lasst uns nach vorne gucken. Auf eine neue Ära. Auf einen Neustart.

Siegburg

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Ja, ich habe es getan. Ich habe mir einen Uwe Boll Film angesehen und wie ihr seht lebe ich noch. Grade so. Aber bevor wir zum ernsten Teil kommen hier erstmal ein paar Worte zur Handlung dieses Streifens. Boll verfilmte den Foltermord von Siegburg, bei dem am 11. und 12. November 2006 drei 17-20-jährige einen Mitinsassen in der Justizvollzugsanstalt Siegburg folterten und vergewaltigten. Anschließend zwangen sie ihn sich zu erhängen. Der Fall wurde zu einem Skandal, da die Vorfälle von den Wächtern unbemerkt blieben.

Uwe Boll, der vorallem für seine Videospielverfilmungen Hohn und Spott erntete versucht sich jetzt also an etwas ernsterem. Und das gelingt ihm. Streckenweise. In der Hauptrolle ist der jetzt etwas älter und fetter gewordene Edward Furlong zu sehen, den die meisten wohl aus American History X oder Terminator 2 kennen dürften. Habe ihn lange in keiner Rolle mehr gesehen, auch wenn er laut imdb.com nicht grade untätig war. Er spielt überzeugend, genau wie die drei anderen unbekannten Schauspieler, jedoch ging mir ein Punkt schon nach 20 Minuten heftig auf den Geist: Dieser pseudodokumentarische Stil. Diese Pausen beim sprechen. Dieses in die Kamera gucken und nichts sagen. Klar, 3-4 Mal kommt das gut um die Protagonisten auf einen wirken zu lassen, aber irgendwann nervt es einfach nur noch.

Der Film schockt. Soviel steht fest. Man sitzt oft da und denkt sich: Muss das jetzt sein? Und somit hat der Film sein Ziel erreicht. Man ist schockiert. Aber mehr auch nicht. Er regt nicht zum nachdenken an. Er wirft kaum fragen auf. Man ist einfach nur angeekelt von diesen Gewalttaten. Die Interviews sollen noch etwas tiefe reinbringen, nerven aber nach der Zeit eher. Doch vielleicht wäre das ganze ohne diese kleinen Pausen noch weniger zu ertragen gewesen. Dabei lies Boll fast alle Dialoge improvisieren um die Situationen so authentisch wir möglich zu halten. Das gelingt, denn so viele Ausdrücke auf einen Haufen hört man selten.

Man würde nicht erwarten, dass so etwas von Uwe Boll kommt, so erwachsen und nüchtern wie der Film inszeniert wurde. Bisher hat er sich ja oft nur lächerlich gemacht, doch hier lässt er keinen Millimeter Platz für Ironie, schlechte Witze oder Lächerlichkeiten. Der Film ist mit Ambitionen entstanden und das merkt man ihm an. Dafür muss man Boll Respekt zollen, denn er schafft es den Zuschauer zu erreichen und eine Stück von seinem Trashstatus wegzukommen.

Zum Abschluss kann man sagen, dass der Film zu den besseren Uwe Boll Filmen zählt, man aber wissen sollte was einen hier erwartet. Das ist kein Kinderspiel.

Ein frohes Neues

So Damen und Herren, dass ganze kommt jetzt vielleicht ein bisschen zu spät, aber lieber jetzt als nie. Ich könnte mir ja jetzt eine Ausrede einfallen lassen, warum ich das nicht schon gestern hier geschrieben habe, aber ich verschweige euch lieber die Wahrheit. Wer eins und eins zusammenzählen kann, und davon gehe ich bei meinen Lesern mal aus, weiß, was ich gestern besseres zu tun hatte als zu schreiben (im Koma liegen).

Also, ich wünsche euch allen ein erfolgreiches, glückliches, phänomenales, sexreiches, partyerfülltes, alkoholisches, träumeefüllendes, gesundes neues Jahr und mögen eure Wünsche in diesem Jahr ( oder in dieser Dekade) in Erfüllung gehen. Gebt alles dafür und lasst euch von niemanden und auch nicht von euch unterkriegen. Nach vorne sehen und weitermachen heißt die Devise. Und los geht’s!

Meine Top 10 Filme

Ja. Da müsst ihr nun durch. Denn da kommt noch eine Liste auf euch zu und auch wenn das sicher schon keiner mehr sehen kann, so mach ich das jetzt trotzdem. Muss einfach weil Jahresende. Ich weiß nicht wie oft ich dieses Jahr im Kino war, aber ich kann rein aus de,m Gefühl raus sagen, dass es mehr war als je zuvor. Und das soll was heißen in Zeiten des Internets. Also dann Freunde der Sonne, ich leg dann mal los. Aber ich lass die Platzierungen weg. Ich kann mich so schwer entscheiden welcher Film welchen Platz verdient hat. Deswegen hier nur meine Top 10 Filme ohne Reihenfolge.

District 9

Das Jahr bot viele Überraschungen und District 9 war eine von ihnen. Von den Effekten über die Story bis hin zu den technischen Details passte einfach alles und überzeugte mich. Klar, die ein oder andere Schwäche war sicher auch zu finden, aber im großen und ganzen war der Film für ein Langfilmdebüt echt stark.

Radio Rock Revolution

Was für ein guter Laune Film. Die Zeit der wilden 60er wird perfekt und humoristisch eingefangen und ich konnte den ganzen Film über mein schmunzeln nicht aus dem Gesicht bekommen. Die Story gewinnt zwar keinen Blumentopf, aber es macht einfach Spaß mit der Crew Zeit zu verbringen und sie zu beobachten bei ihrem wilden treiben. Bis zur kleinsten Nebenrolle alles perfekt besetzt und die Musik ist so oder so über alles erhaben

Watchmen

Zu meiner großen Schande muss ich ja gestehen, dass ich von Watchmen nicht wirklich was mitbekommen hatte bevor der Film rauskam. Aber dann wurde ich mitgerissen von der allgemeinen Watchmen-Euphorie, denn der Film war einfach unglaublich gut. Auch wenn der Film beachtliche 162 Minuten geht, so ist er keine Sekunde zu lang und Snyder beweist, dass es möglich ist, einen Comic in beachtlicher cineastischer Qualität auf die Leinwand zu bringen. Tiefgründig. Unglaublich gute Bilder. Der Film war mein erstes großes Highlight 2009

Inglourious Basterds

Wie lange ich auf diesen Streifen gewartet habe. Und Quentin hat mich nicht enttäuscht. Christoph Waltz als Judenjäger ist die perfekte Besetzung und spielt alle an die Wand. Ein Brett von einem Film. Intensiv, oft sehr klug, unglaublich besetzt. Dieser Film übertraf meine Erwartungen bei weitem und ich bin mal so frei und sage: es kommt nicht oft vor das man im Kino sitzt und das Gefühl hat grade einen zukünftigen Klassiker gesehen zu haben.

(500) Days of Summer

Und noch ein Film, auf den ich so lange gewartet habe, denn Ich bin ein Fan von Joseph Gordon-Levitt. Und seit dem Film auch von Zooey Deschanel, die mir vorher nie wirklich in anderen Filmen aufgefallen ist. Der Film sprüht nur so vor Witz und Charme und bietet dem Zuschauer eine Menge Abwechslung. Die beiden Hauptdarsteller spielen unglaublich harmonisch miteinander, dass es eine wahre Freude ist. Klar, im Grunde wird nichts Neues geboten, doch der Reiz sind die vielen originellen Einfälle, die den Film so besonders machen. Und über dem Soundtrack muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Großartig!

Oben

Pixar produziert ja eigentlich fast nur noch kleine Meisterwerke und auch „Oben“ reiht sich da nahtlos ein. Drollige Charaktere und immer wieder frische Ideen lassen den Film zu purem Entertainment werden. Slapstick und Pointen, Spannung, Trauer, Liebe, Tragik und das Fingerspitzengefühl für liebevolle Details zeichnen auch diesen Film aus.

Star Trek

Ich bin kein Star Trek Fan. Nein. Und zum Glück brauch man eigentlich so gut wie kein Vorwissen um den Film zu verstehen, denn J.J. Abrams beweist erneut sein Talent als Geschichtenerzähler, dass ihn nicht umsonst schon den Ruf des neuen Spielbergs eingebracht hat, und springt einfach an die Anfänge der Star Trek Saga. Der Film lieferte bombastische CGI Effekte ab und und flimmert in Edeloptik über den Bildschirm. Das wollen nicht nur Trekkis sehen, das hat auch mich begeistert. Der Film unterhält auf höchstem Niveau. Das man kein Trekkie sein muss um hier gut unterhalten zu werden, ist wohl das Beste, was man über das elfte Kinoabenteuer der Enterprise-Crew sagen kann.

Adventureland

Ja, diese kleine Indieperle hat mich dieses Jahr begeistert. Mal wieder geht es um die Beziehung zwischen Mädchen und Junge. Mein Gott. Keine Ahnung was mich dieses Jahr geritten hat, aber neben (500) Days of Summer kann der Film auf alle Fälle bestehen. Dieser Film ist eine gefühlvolle Hommage an die Coming-of-Age-Filme der 1980er Jahre und in dieser Rolle macht der Film alles perfekt. Die Comedy-Elemente sind, trotz skurriler Ideen, eher zum Schmunzeln als laut loslachen und vorallem Jesse Eisenberg kann hier trotz des leisen Tons des Films überzeugen. Ein schlauer, einfühlsamer, charmater Film.

Paranormal Activity

Und noch ein Film, den man nicht auf der Rechnung hat, der dann aber einschlägt wie eine Bombe. Sicher, über die Qualität lässt sich streiten, aber der Film hat bei mir eines erreicht: Ich hab mich gegruselt und das schafft man nicht so schnell. Ich stehe auf diese Handkamera Filme, denn da ist man mitten drin statt nur dabei und genau dieses Gefühl nutzt der Film geschickt aus. Fast unblutiges Mysterienspiel wo nur das Ende etwas übertrieben daher kommt.

Tödliches Kommando – The Hurt Locker

Dieser Film weiß zu fesseln. Handlungstechnisch thematisiert er das eher “Nebensächliche” in einem Kreig wie zum Beispiel die Häuserkampfe, vor allem aber das Bombenentschärfen. Dabei werden dramaturgische Kniffs eingesetzt um den Zuschauer nie in Sicherheit zu wiegen. Dramatische Bilder, schnelle Schnitte und eine klasse Soundkulisse lassen den Film zu einem Erlebnis werden auch wenn das Ende etwas zu patriotisch geraten ist. Das hätte nicht unbedingt sein müssen.

So. Das wars. Wenn ihr jetzt den ein oder anderen Film vermisst lasst euch gesagt sein, dass ich so einige Perlen noch nicht gesehen habe und diese Liste dann vielleicht anders ausgesehen hätte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen

Werner Herzogs Bad Lieutenant: Cop ohne Gewissen ist ein Remake des Abel Ferrara Klassikers von 1992. Obwohl nein. Anders. Werner Herzog greift die Idee des Klassikers auf und entwickelt sie weiter. Und dabei ist Cage sicherlich eine gute Wahl gewesen. Ich kann Mister “Ich kann ganze 2 Gesichtsausdrücke” nicht leiden, aber sein Overacting in diesem Film passt einfach perfekt zur Rolle. Das hat sowas von Wahnsinn. Dieses Remake brauch die Welt. Und der Spruch “Schieß noch einmal auf ihn. Seine Seele tanzt doch noch” ist doch jetzt schon kultverdächtig oder?

Der Film wird stark. Trotz Cage. Da bin ich mir sicher.

Kinostart ist der 25.02.2010. Also nicht mehr lange dann dürfen wir zusehen, wie dieser Cop Richtung Abgrund steuert.

Inception – Der erste Trailer

Da ist er nun, der erste etwas längere Trailer zum neuen Christopher Nolan Film. Und ich bin kein Stück schlauer. Schon der erste Teaser hat nicht viel verraten vom neuen Film des Dark Knight Regisseurs und auch der Trailer lässt den Zuschauer mehr oder weniger im Dunkeln tappen, was einen erwarten wird. Leonardo DiCaprio schwadroniert über die Macht der Gedanken und Städte verbiegen sich. Was soll uns das sagen?

Ich bin gespannt.

I’m on a Mac

Parallels ist ein Unternehmen, das Windows auf dem Mac möglich macht und nutzt jetzt zur Bewerbung seines Switch-To-Mac-Portals das folgende Video. Ich bin auch erst vor kurzem auf Mac umgestiegen und von daher musste ich schon herzlich lachen. Irgendendwie ein Ohrwurm. Ganz schlimm.

(via)

20 Songs, die mir etwas bedeuten

Ich bin bei @Agent_Dexter über seinen Blog gestolpert und über diesen schönen Post und da dachte ich mir, dass ich das ganze Mal aufschnappen werde und diese Liste ebenfalls ausfüllen werde, auch wenn das ganze gar nicht mal so einfach ist, wie man im ersten Moment denkt. Und peinlich isr es auch noch. Aber man kennt das ja.

1. Ein Lied aus Deiner frühesten Kindheit…

Captain Jack – Captain Jack

2. Ein Lied, das Du mit Deiner ersten großen Liebe assoziierst…

3 Doors Down – Landing in London

3. Ein Lied, das Dich an einen Urlaub erinnert…

Wohlstandskinder – Lied eines Träumers

4. Ein Lied, von dem Du in der Öffentlichkeit nicht so gerne zugeben möchtest, dass Du es eigentlich ganz gerne magst…

The Veronicas – Untouched

5. Ein Lied, das Dich – geplagt von Liebeskummer – begleitet hat…

Curse – Und was ist jetzt?

6. Ein Lied, das Du in Deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast…

Damien Rice – 9 Crimes

7. Ein Lied, das Dein liebstes Instrumental ist…

Clint Mansell – Lux Aeterna

8. Ein Lied, das eine Deiner liebsten Bands repräsentiert…

La Dispute – Andria

9. Ein Lied, in dem Du Dich selbst wiederfindest oder in dem Du Dich auf eine gewisse Art und Weise verstanden fühlst…

Captain Planet – Ohne Worte

10. Ein Lied, das Dich an eine spezielle Begebenheit erinnert (und welche das ist)…

Drop Dead, Gorgeous – We’re Planning, God’s Laughing (Das letzte Lied vor der Trennung)

11. Ein Lied, bei dem Du am besten entspannen kannst…

Kings of Convenience – Homesick

12. Ein Lied, das für eine richtig gute Zeit in Deinem Leben steht…

The Kooks – Naive

13. Ein Lied, das momentan Dein Lieblingssong ist…

30 Seconds to Mars – Hurricane ( ja. Ich weiß. Sagt nichts.)

14. Ein Lied, das Du Deinem besten Freund widmen würdest…

Madsen – Nachtbaden

15. Ein Lied, bei dem Du das Gefühl hast, dass es außer Dir niemand gerne hört…

The Devil Wears Prada – Des Moinez

16. Ein Lied, das Du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst…

siehe Antwort zu Frage 09

17. Ein Lied, das weder deutsch- noch englischsprachig ist und Dir sehr gefällt

Carla Bruni – Quequ’un M’a Dit

18. Ein Lied, bei dem Du Dich bestens abreagieren kannst…

Suicide Silence – Unanswered

19. Ein Lied, das auf Deiner Beerdigung gespielt werden sollte…

Ólafur Arnalds – 30:55

20. Ein Lied, das Du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest…

Johnny Cash – Hurt

Meine Top 10 Alben 2009

Das Jahr neigt sich jetzt langsam dem Ende zu und ich schaue auf den Blog und bin selbst nicht ganz zufrieden. Hier ist eine Müllhalde entstanden, auf der alle paar Monate mal ein neuer Haufen raufgesetzt wird, der den Kram noch mehr Gestank verleiht. Aber hey, wer hat denn gesagt, dass es hier immer sauber hergeht?
Deswegen folgt nun ein neuer Haufen und der wird so groß werden, dass der Rest begraben wird. Ja, dass habe ich schon oft gesagt, aber diesmal mein ich es auch so. Denke ich.

Deswegen folgen jetzt meine Alben des Jahres 2009. Ich hatte zwar erst die Idee das ganze Jahrzehnt revue passieren zu lassen, aber dafür habe ich keine Lust gefunden.( Seht ihr, es geht schon wieder los, aber ich rede mir jetzt mal ein, dass das Startschwierigkeiten sind). Zur Hilfe nehme ich mein last.fm Profil, denn ohne würde ich nichtmal wissen, welche Alben sich denn dieses Jahr eine Dauerkarte in iTunes gesichert hatten. Also, dann wollen wir mal beginnen. Natürlich von hinten nach vorne, denn wer will denn das Beste schon zu Anfang sehen? Achja und was ich noch sagen sollte: Das sind meine Alben des Jahres. Mir eigentlich ziemlich egal wann die erschienen sind, auch wenn der Großteil natürlich aus dem Jahre 2009 stammt.

Platz Numero 10 geht an:

Drop Dead, Gorgeous – The Hot N’ Heavy

Was für ein Album. Als ich den Titel das erste Mal hörte dachte ich mir: Mein Gott, das klingt beschissen. Aber die Musik der Jungs hat mich dann wieder mal eines besseren belehrt. Drop Dead, Gorgeous sind immernoch Drop Dead, Gorgeous und sind mit diesem Album einen Stück weiter gegangen in Richtung Perfektion.

Platz Numero 9 geht an:

Suicide Silence – No Time to Bleed

Ja, ich hatte etwas bedenken ob Suicide Silence es schaffen den superben Vorgänger zu toppen. Und sie haben es geschafft. Locker. Das Album ist eingängiger. Melodiöser und somit vielleicht ein bisschen weicher, aber das hat der Qualität keinen Abbruch getan. Das Ding scheppert immernoch jede Box zu Brei und wer bei “Wake Up” nicht mitbrüllen muss, der hat was falsch gemacht.

Platz Numero 8 geht an:

A Skylit Drive – Adelphia

So. Nun wird es peinlich. Ja ich weiß, der Sänger klingt wie ein Mädchen. Ja ich weiß, so hoch kann kein Mann singen. Aber wisst ihr was? Ist mir scheißegal, denn das Album rockt. Die Kerle haben es einfach raus Melodien zu spielen, die sich im Kopf festsetzen und sehr lange nicht mehr raus wollen. Männlicher Frauengesang hin oder her.

Platz Numero 7 geht an:

longing for tomorrow – Idee:Mensch

Zu der Platte hatte ich hier schon etwas geschrieben. Wer mehr wissen will guckt einfach mal hier.

Platz Numero 6 geht an:

Kings of Leon – Only by the Night

Das überrascht mich nun selbst etwas. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Platte so oft gehört habe, aber wenn last.fm das sagt, wird es wohl stimmen. Was soll man zu der Band noch groß sagen? Softer und poppiger als die alten Sachen, aber immernoch richtig gut. Auch wenn ich die Platte nicht mehr hören kann. Viel zu oft in den Gehörtgängen Platz genommen. Huch. Das erklärt wohl alles.
So nun gehts langsam ans Eingemachte. Na schon nervös? Ich ja.

Platz Numero 5 geht an:

Underneath The Gun – Forfeit Misfortunes

Noch eine Band, bei der ich mich wundere, die so oft gehört zu haben. Schon der Vorgänger hat alles in Schutt und Asche gelegt. Diese Platte hier geht zumindest von der Produktion her einen anderen Weg, der nicht bei allen auf Anklang traf. Bei mir schon. Sie sind ebenfalls melodiöser geworden, aber die Breaks zermatern noch jeden Nacken. Geile Platte und schade, dass sich die Band nun schon zum zweiten Mal aufgelöst hat.

Platz Numero 4 geht an:

The Gaslight Anthem – The ‘59 Sound

Eigentlich gefühlt meine Platte des Jahres. Was für ein Brett. Was für eine Band. Was für Ohrwürmer. Wenn jemand meinen Sommer beschrieben haben will, dann legt diese Platte rein und hört euch jedes Lied mindestens 5 mal an. Das war er. Mein Sommer. Die Platte besteht nur aus Krachern. Ihr merkt, mir fehlen etwas die Worte um diese Erstklassigkeit zu beschreiben. Man muss es einfach gehört haben.

Platz Numero 3 geht an:

Captain Planet – Wasser Kommt Wasser Geht

Wohl meine Enteckung des Jahres. Ich stehe gar nicht auf Punk. Nichtmal ein bisschen. Aber diese Band spielt eine Mischung, die auch bei mir einen Begeisterungssturm ausgelöst hat. Am Mikro steht ein Lyriker vor dem Herrn und jede Silbe sitzt genau da wo sie sitzen soll. Unterstrichen wird das alles mit einer pefekten Instrumentierung. Ganz große klasse und kein Anfängerglück, denn auch auf ihrem zweiten Album “Inselwissen” setzen sie die Qualität fort.

Platz Numero 2 geht an:

Architects – Hollow Crown

Ich mochte die Band nicht. Ich habe sie zweimal Live gesehen und beide Male haben sie mich zwar überzeugt, aber ich brauchte die nicht auf CD. Bis Hollow Crown rauskam. Breaks, klasse Melodien und eine hamermäßige Stimme haben dazu geführt, dass diese Band aufeinmal in einem ganz anderen Licht stand. Auch wenn ich die Alben davor immernoch nicht mag, das hier hat alles, was mein Herz begehrt. Doch es muss sich leider geschlagen geben, denn die Nummer 1 ist an klasse einfach kein Stück zu überbieten.

Trommelwirbel. Fanfare.

Plaaaaaatz Numero 1 geht an:

La Dispute – Somewhere at the Bottom of the River Between Vega and Altair

Dafür werden mich jetzt so einige hassen, aber ich kann einfach meine Nummer eins nicht verschweigen. La Dispute. Unglaublich ist wohl das passende Wort um zu beschrieben wie genial diese Band ist. Diese Musiker kreieren eine Stimmung und eine Musik, dass man mit einem Schauer auf dem Rücken zurückgelassen wird. Mehr kann und will ich auch nicht sagen. Man sollte sie für sich sprechen lassen.

So. Das wars. Ein großartiges musikalisches Jahr für mich. Es gab viele Neuentdeckungen und auch die ein oder andere Enttäuschung. Die neue Maximo Park war nix. Auch die Yeah Yeah Yeahs haben mich enttäuscht und zu der The Decemberists kann ich nicht viel sagen, weil ich da immer eingeschlafen bin. Trotzdem. Es war ein gutes Jahr.

Remember Me Trailer

Es gibt ein Leben nach Twilight: Robert Pattinson wird nächstes Jahr an der Seite von Ex-007 Pierce Brosnan in der Tragikkomödie Remember Me zu sehen sein. Bisher kennt man den guten Robert ja nur als Vampir aus Twiight, wo er nicht mehr als zwei Gesichtsausdrücke besitzt, doch ich lehne mich jetzt einmal weit aus dem Fenster und behaupte: Robert Pattinson ist ein guter Schauspieler. Das lässt zumindest der Trailer vermuten, denn er legt sich ziemlich ins Zeug. Auch wenn der Film rein thematisch sicher nicht jeden Geschmack trifft, so bin ich der Meinung, dass Pattinson eine große Karriere bevorsteht. Abseits von Twilight. Abseits von den Blockbustern. Ihm steht die Rolle in kleineren Produktionen. Weiter so.

Lieder aus der Vergangenheit – P.O.D.

Heute kam in einer Runde das Gesprächsthema auf, was wir denn so gehört haben, als wir noch jünger waren. Mein Gehirn fing natürlich gleich an zu rattern und da fiel mir sofort ein Lied ein, was weiter hinten im Kopf versteckt war, aber was ich damals richtig gut fand.

 

Erst später habe ich erfahren, das der Typ da “We are We are” singt.  Habe früher immer WEAHWEAH gesungen. Ergibt auch mehr Sinn. Irgendwie.

Leaves of Grass Trailer – Edward Norton im Doppelpack

Brady (Edward Norton) hat sich mit der Züchtung einer Art Super Grases ein großes Geschäft aufgebaut, doch damit kommt er in Konflikt mit dem Drogen-Baron des Ortes. Um heil aus der Sache rauszukommen täuscht er seine Ermordung vor, doch das ruft seinen Bruder Bill, der Uniprofessor ist, auf den Plan. Der staunt nicht schlecht, als er seinen Bruder lebendig vorfindet. Ein Kiffer mit seinem spießeigen Bruder auf der Flucht. Lasset die Spiele beginnen.

Meiner Meinung nach lohnt es sich schon ins Kino zu gehen, weil Edward Norton eine Doppelrolle spielt. Und auch sonst sieht das alles nach einer ziemlich interessanten Komödie aus. Eine imdb-Wertung von 8,9 lässt auf großes hoffen.

Am 25. Dezember soll der ganze Spaß in den USA rauskommen. Für Deutschland ist, wie so oft, noch kein Termin angesetzt. Aber kommt, es ist Edward Norton, das alleine wird schon dazu führen, dass der irgendwann hier erscheinen wird.

Travis Barker Remix "Forever"

Irgendwie steh ich ja drauf, wenn Liedern, die eigentlich nicht fürs Schlagzeug geschrieben wurden, ein Schlagzeug hinzugefügt wird. Travis Barker hat sich nun nach dem schon großartigen Crank That an Drake’s “Forever” rangewagt, welches im Original von Kanye West, Lil Wayne und Eminem gefeatured wird. Wieder große Klasse, was der Herr da abliefert.