Das Jahr neigt sich jetzt langsam dem Ende zu und ich schaue auf den Blog und bin selbst nicht ganz zufrieden. Hier ist eine Müllhalde entstanden, auf der alle paar Monate mal ein neuer Haufen raufgesetzt wird, der den Kram noch mehr Gestank verleiht. Aber hey, wer hat denn gesagt, dass es hier immer sauber hergeht?
Deswegen folgt nun ein neuer Haufen und der wird so groß werden, dass der Rest begraben wird. Ja, dass habe ich schon oft gesagt, aber diesmal mein ich es auch so. Denke ich.
Deswegen folgen jetzt meine Alben des Jahres 2009. Ich hatte zwar erst die Idee das ganze Jahrzehnt revue passieren zu lassen, aber dafür habe ich keine Lust gefunden.( Seht ihr, es geht schon wieder los, aber ich rede mir jetzt mal ein, dass das Startschwierigkeiten sind). Zur Hilfe nehme ich mein last.fm Profil, denn ohne würde ich nichtmal wissen, welche Alben sich denn dieses Jahr eine Dauerkarte in iTunes gesichert hatten. Also, dann wollen wir mal beginnen. Natürlich von hinten nach vorne, denn wer will denn das Beste schon zu Anfang sehen? Achja und was ich noch sagen sollte: Das sind meine Alben des Jahres. Mir eigentlich ziemlich egal wann die erschienen sind, auch wenn der Großteil natürlich aus dem Jahre 2009 stammt.
Platz Numero 10 geht an:
Drop Dead, Gorgeous – The Hot N’ Heavy
Was für ein Album. Als ich den Titel das erste Mal hörte dachte ich mir: Mein Gott, das klingt beschissen. Aber die Musik der Jungs hat mich dann wieder mal eines besseren belehrt. Drop Dead, Gorgeous sind immernoch Drop Dead, Gorgeous und sind mit diesem Album einen Stück weiter gegangen in Richtung Perfektion.
Platz Numero 9 geht an:
Suicide Silence – No Time to Bleed
Ja, ich hatte etwas bedenken ob Suicide Silence es schaffen den superben Vorgänger zu toppen. Und sie haben es geschafft. Locker. Das Album ist eingängiger. Melodiöser und somit vielleicht ein bisschen weicher, aber das hat der Qualität keinen Abbruch getan. Das Ding scheppert immernoch jede Box zu Brei und wer bei “Wake Up” nicht mitbrüllen muss, der hat was falsch gemacht.
Platz Numero 8 geht an:
A Skylit Drive – Adelphia
So. Nun wird es peinlich. Ja ich weiß, der Sänger klingt wie ein Mädchen. Ja ich weiß, so hoch kann kein Mann singen. Aber wisst ihr was? Ist mir scheißegal, denn das Album rockt. Die Kerle haben es einfach raus Melodien zu spielen, die sich im Kopf festsetzen und sehr lange nicht mehr raus wollen. Männlicher Frauengesang hin oder her.
Platz Numero 7 geht an:
longing for tomorrow – Idee:Mensch
Zu der Platte hatte ich hier schon etwas geschrieben. Wer mehr wissen will guckt einfach mal hier.
Platz Numero 6 geht an:
Kings of Leon – Only by the Night
Das überrascht mich nun selbst etwas. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Platte so oft gehört habe, aber wenn last.fm das sagt, wird es wohl stimmen. Was soll man zu der Band noch groß sagen? Softer und poppiger als die alten Sachen, aber immernoch richtig gut. Auch wenn ich die Platte nicht mehr hören kann. Viel zu oft in den Gehörtgängen Platz genommen. Huch. Das erklärt wohl alles.
So nun gehts langsam ans Eingemachte. Na schon nervös? Ich ja.
Platz Numero 5 geht an:
Underneath The Gun – Forfeit Misfortunes
Noch eine Band, bei der ich mich wundere, die so oft gehört zu haben. Schon der Vorgänger hat alles in Schutt und Asche gelegt. Diese Platte hier geht zumindest von der Produktion her einen anderen Weg, der nicht bei allen auf Anklang traf. Bei mir schon. Sie sind ebenfalls melodiöser geworden, aber die Breaks zermatern noch jeden Nacken. Geile Platte und schade, dass sich die Band nun schon zum zweiten Mal aufgelöst hat.
Platz Numero 4 geht an:
The Gaslight Anthem – The ‘59 Sound
Eigentlich gefühlt meine Platte des Jahres. Was für ein Brett. Was für eine Band. Was für Ohrwürmer. Wenn jemand meinen Sommer beschrieben haben will, dann legt diese Platte rein und hört euch jedes Lied mindestens 5 mal an. Das war er. Mein Sommer. Die Platte besteht nur aus Krachern. Ihr merkt, mir fehlen etwas die Worte um diese Erstklassigkeit zu beschreiben. Man muss es einfach gehört haben.
Platz Numero 3 geht an:
Captain Planet – Wasser Kommt Wasser Geht
Wohl meine Enteckung des Jahres. Ich stehe gar nicht auf Punk. Nichtmal ein bisschen. Aber diese Band spielt eine Mischung, die auch bei mir einen Begeisterungssturm ausgelöst hat. Am Mikro steht ein Lyriker vor dem Herrn und jede Silbe sitzt genau da wo sie sitzen soll. Unterstrichen wird das alles mit einer pefekten Instrumentierung. Ganz große klasse und kein Anfängerglück, denn auch auf ihrem zweiten Album “Inselwissen” setzen sie die Qualität fort.
Platz Numero 2 geht an:
Architects – Hollow Crown
Ich mochte die Band nicht. Ich habe sie zweimal Live gesehen und beide Male haben sie mich zwar überzeugt, aber ich brauchte die nicht auf CD. Bis Hollow Crown rauskam. Breaks, klasse Melodien und eine hamermäßige Stimme haben dazu geführt, dass diese Band aufeinmal in einem ganz anderen Licht stand. Auch wenn ich die Alben davor immernoch nicht mag, das hier hat alles, was mein Herz begehrt. Doch es muss sich leider geschlagen geben, denn die Nummer 1 ist an klasse einfach kein Stück zu überbieten.
Trommelwirbel. Fanfare.
Plaaaaaatz Numero 1 geht an:
La Dispute – Somewhere at the Bottom of the River Between Vega and Altair
Dafür werden mich jetzt so einige hassen, aber ich kann einfach meine Nummer eins nicht verschweigen. La Dispute. Unglaublich ist wohl das passende Wort um zu beschrieben wie genial diese Band ist. Diese Musiker kreieren eine Stimmung und eine Musik, dass man mit einem Schauer auf dem Rücken zurückgelassen wird. Mehr kann und will ich auch nicht sagen. Man sollte sie für sich sprechen lassen.
So. Das wars. Ein großartiges musikalisches Jahr für mich. Es gab viele Neuentdeckungen und auch die ein oder andere Enttäuschung. Die neue Maximo Park war nix. Auch die Yeah Yeah Yeahs haben mich enttäuscht und zu der The Decemberists kann ich nicht viel sagen, weil ich da immer eingeschlafen bin. Trotzdem. Es war ein gutes Jahr.
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